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Kizzi going Haiti

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ein wochenende in freiheit ... und.... quelquefois pures chaos

Bon soir aus Ayiti!

Wieder einmal von meinem Balkon, diesmal regnets, die Ziegen schimpfen, die Schweine quietschen und die Menschen verkriechen sich in ihre Huetten.Militaerhubschrauber fliegen noch immer wichtig ueber der Stadt und wir leben noch immer unser Guantanamoleben. Aber Securityrulesmaessig schein ein Licht am Ende des Tunnels. Wir duerfen jetzt wie 12jaehrige in echte Bars gehen mit echten Haitianern drinnen- allerdings nur gehobene Klasse und muessen um 11 das fets verlassen - dann wenns in Haiti erst so richtig losgeht, aber Party und Stimmung -machen koennen wir ja selbst mittlerweile schon ziemlich gut...Am Sonntag war es das erste Mal erlaubt auf einen Strand zu fahren, heute is wieder das Schwimmbad dran... aber es scheint alles a bisserl besser zu werden.........

Letztes Wochenende konnte ich in die Freiheit entfliehen, 4 ganze tage in der Domrep, kitschige Karibik mit einsamen Straenden mit Kokosnusspalmen, gegrilltem Fisch am Strand, warmen tuerkisblauem Wasser und Fischen in allen Farben und Mustern.....Cocktails schluerfen bei Sonnenuntergang, Meeresfruechte essen,..... :-))) - soll ich weitererzaehlen?.....

Arbeitsmaessig haben wir diese Woche endlich in Tapis Rouge mit der mobile clinic angefangen, ich hab mir natuerlich den besten Tag ausgesucht um wieder ein mal mit 39 fieber und durchfall im Bett dahinzuvegetieren..., naja, cést la vie, es is dank grosser Verstaerkung auch ohne mich gegangen ;-)  die ganze Vorbereitung war jedenfalls a ziemlicher Stress, vor allem weil alles bestellte equipement natuerlich erst am nachmittag vor dem grossen tag geliefert kommen is - angefangen von den boxen fuer die Medikamente und das Verbandszeug bis ueber Tische, Sessel und Betten.die Karten fuer die Triage hab ich in der Nacht vorher gebastelt. Aber warum auch nicht die Welt in 3 Stunden aendern wenn wir vorher 3 Monate dort nix gmacht haben ??? Das Zelt der mobile clinic is 2 Tage vorher abgebaut worden, weil wair was `richtig Gscheites ¨gegen den Regen brauchen, sprich am Abend 2 Tage vorher war ausser der Plattform gar nix dort, nix gegen den Schatten, null. Und wie durch ein Wunder hat man es dann wirklich fertiggebracht das ganze dach, nicht nur das halbe, zu decken, samt Sichtschutz- rundherum und separations fuer unterschiedliche Behandlungsraueme - wo wir fuer das dach der waiting area vorher ca 3 Wochen gebraucht haben und das is halb so gross....... warum wundert mich das Fieber da nur?????

Sonst alles so weit so gut.Die ersten lieben Menschen verlassen da Irrenhaus Richtung Freiheit.mitte Juni is dann ein grosser fetter teil weg, was fuer mich nicht wirklich leicht macht, aber ich hoff es kommen auch wieder nette Leut nach. Wenn ich zu einsam bin, werd iich euch einfach oefters anrufen!

 

Hoffe es geht Euch Gut!!!!!

Enjoy yourself!

No worrys, kizzi

 

 

 

4 Kommentare 9.5.10 20:09, kommentieren

Langsam gaga....

Buenas Dias!

Es ist wieder einmal Sonntag in der Frueh nach einer langen Nacht und ich finde endlich Zeit Euch in Ruhe zu schreiben;

Mir gehts gut, ich hab viel zu arbeiten aber auch viel Spass dabei; die Fetzen im Team sind nur im kleinen Stil geflogen und ohne dieses Team hier waere so maches fuer mich nicht so einach!!!

Das `prisoner-Leben`nimmt seinen Lauf und ich bin noch  nicht vollstaendig durchgeknallt; aber wir fangen an sehr gaga zu werden und wenn wir nicht Arbeiten muessen machen wir nur mehr Bloedsinn; wahrscheinlich eine coping-strategie.......

Sonst gibts zur Zeit viel zu tun; wenn alles gut geht wollen wir diese Woche als richtige mobile clinic in Tapis Rouge zu arbeitenn anfangen, was heisst wir schliessen Campeche fuer einen Tag und siedeln samt gesamten staff nach T.R.. Die politische Lage in den camps is gleich schwierig geblieben; wir haben jetzt einen neuen head of mission der echt super ist und wenns die security erlaubt gehts jetzt vielleicht in naechster Zeit mehr in Richtung explos und Aufbau von neuen mobile clinics; das is auch das was die Leute in den camps brauchen; die Regierung faengt jetzt an die Unterstuetzung fuer die Menschen in den camps zurueckzudrehen, damit sich die camps aufloesen und die Leute in ihre Haeuser zurueckkehren; aber ganz so einfach is das leider nit; die Menschen werden bleiben , nur das Drama wird zunehmen;

Es kommen nach wie vor viele Patienten in die clinic, eher immer mehr; letzte Woche hatten wir im Schnitt pro Tag 145 Patienten; die meisten Sachen sind nicht gravierend; aber ab und zu ist ein echtes Drama dabei; so wie das 10jaehrige Maedchen, das am hellichten Tag auf der Strasse vergewaltigt worden ist; da hab ich mich echt zusammenreissen muessen, dass ich nicht anfang zu weinen; Sexuel Violence is ein grosses Thema hier und wird wahrscheinlich immer mehr werden; ausserdem gibts viele STDs- sex. Uebertragbare Krankheiten .Wir sind grad dabei ein Projekt auf die Beine zu stellen, gemeinsam mit Katharina und dem Psy—Team, - von den social workern bis zu den Aerzten werden alle dran arbeiten;

Letzte Woche hatte ich dann das Vergnuegen mit einem 9 Monate alten Baby mit – trotz Diazepam rectal und i.v.- nicht endem wollenden Fieberkrampf mit der Ambulanz ins Krankenhaus zu fahren; was hier folgendermassen ablaueft: zuerst die aufgabe eine Kanuele basteln um das fluessige Diazepam aus der ampulle rectal reinzubringen, weil sowas wie Zapferln rect. gibts hier natuerlich nit; dann  hat der kleine einfach nicht aufghoert zu krampfen, also i.v legen bei krampfendem Baby, was gottseidank gelungen ist; dann ab in die Ambulanz- was ein kleiner  klappriger Truck mit 2 Sitzbaenken hinten ist; die Fahrt hat ca. 45 minuten gedauert, weil wir in jeder 2ten Strasse umdrehen mussten, weil sie blockiert war und dann sind wir noch im mega-verkehrsstauchaos gesteckt und es is gar nix mehr weitergegangen; Zum Schluss, als wir endlich dem Gewirr aus in einander mehr oder weniger verkeilter Autos entwichen sind, is die Ambulanz 1 km vorm KH abgesoffen und nicht mehr angesprungen; das war natuerlich in der Hotspot-Gangs-Area, also nit so toll um den restlichen Weg zu laufen; da das Diazepam mittlerweile endlich gewirkt hat un d das Baby in meinen Armen eingeschlafen  ist, bin ich doch nit aus dem auto gesprungen sondern wir haben ein paar Menschen auf der Strasse angeheuert, die die Ambulanz angeschoben haben ;-)…. soviel zu den kleinen Abenteuern des Alltags; dem Baby gehts mittlereile schon wieder gut und es ist auf dem Weg nach Hause……..

Das wars von der Front…..

Mir gehts gut; der Regen ist noch nicht so schlimm, die malariafaelle halten sich in Grenzen und auch Dengue haben wir gottseidank noch nicht gehabt; letzte Woche hab ich sogar Besuch vom orf gehabt, - gottseidank aber nur Radio ;-)  

naechste Woche hab ich verlaengertes We in der Domrep- rnr-retreat and recovery J

Ich hoff es geht Euch allen gut und Ihr geniessts den Fruehling in Europa!

Dix, dix Bussi aus einer anderen Welt, enjoy life !

 Eure Kizzi

 

1 Kommentar 25.4.10 15:46, kommentieren

Ostern in der Karibik......oder auch:.... wie alles Fremde langsam zum Alltag wird

Es ist Ostersonntag und ich sitz im am Balkon meines neuen Zuhauses; Blick auf Port au Prince, Zeltcamps, Ziegen und Schweine die im Muell und Gedachs herumspazieren, selbstgebasteklte Drachen der haitianischen Kinder die in die Luft steigen.....  Abchillen nach einer anstrengenden Nacht ;-) bestehend aus intersectionaerer party samt argentinischem grill und cubalibre.....- alles natuerlich nur zum stressabbau....

Langsam wird das Leben hier zum Alltag; die zerstoerten Haeuser fallen einem nicht mehr so auf , der Anblick der Camps, der Aufraeumtrupps, der Menschenschlangen bei der Ausgabe von food- u. non-food items ist zur Normalitaet geworden; schon komisch wie der Mensch tickt und sich an das Elend anpassen kann; vielleicht ist es hier aber auch leichter weil die Menschnen trotz ihres ganzen Dramas ihre Lebensfreude im Grossen und Ganzen nicht verloren haben, nicht ihren Humor; sie leben in der Gegenwart und hoffen dass es fuer die Zukunft besser wird; viele haben schreckliche Sachen erlebt, viele Familienangehoerige verloren und immer mehr tut es mir leid nicht kreolisch sprechen zu koennen oder besser franzoesisch,um ueber gewisse Sachen besser mit Ihnen sprechen zu koennen; sie sind sehr dankbar, dass Hilfe da ist, auf jeden Fall msf und total stolz wenn sie teil unseres equipes sind; aber angeblich kann hier die stimmung auch sehr schnell kippen und es kommt zwischenzeitlich auch schon ablehnende stimmung gegenueber gewissen ngos auf, nicht ganz unberechtigt, es gibt hier echt einen haufen etrangers die sich damit bruesten in haiti zu helfen , aber nicht einmal auf die Idee kommen die Haitianer zu fragen was sie eigentlich wollen oder brauchen...... - womit wir wieder bei der Frage mit dem Mangobaum waeren.....

Mit den Sicherheitsvorkehrungen scheint sich daher im Moment einmal nichts zu aendern- leider- wobei die Spanier echt am Meisten uebertreiben... oder auch nicht.....Angst hab ich einmal nie und bedroht fuehl ich mich auch nicht, ganz im Gegenteil.

Meine Woche ist gut verlaufen; etwas chaotisch aber langsam lichtet sich alles; ich bin Maedchen fuer alles in der Clinic,was einerseits anstrengend ist, andererseits taugts mir total weil ich einfach(fast) alle meine Ideen verwirklichen kann und ich das Gefuehl hab hier mit wenig soviel bewirken zu koennen. Erste Prioritaet is das dressing - die Wundversorgung, das ist vraiment ein disaster; wir haben einen Haufen Superinfektionen, was mich nicht wundert bei der fuss-auf -den dreckigen-ziegelstein-und-wischen-mit-dem-chlortupfer-vom-dreck-indie-wunde-mentalitaet; also da bin ich grad dabei alles -wenn schon nicht steril dann wenigstens sauberer und ein bisschen state of the art zu machen ;-)

weiters hab ich so sachen probiert wie den "Helfern", die die kinder abwiegen und messen, das Fiebermessen zu lernen- was eine wirkliche Aufgabe ist,; genauso wie man staendig dahinter sein muss, dass sie auch wirklich alle Kinder abwiegen - warum auch ein malnutritiertes Kind beim zweiten Besuch schon wieder abwiegen?????     - ja, das sind die kleinen Herausforderungen. Im Grossen und Ganzen is das equipe der mobile  clinic aber echt total spitze, sie haben die groesste Gaudi mir kreolisch beizubringen und sie koennen immerhin schon Pfiarti sagen !

Ausserdem hab ich einen  Tag in Freiheit verbringen duerfen! Nicht weit von unserer clinic wollen wir in einem anderen camp eine zweite aufmachen;meine coordinatoren sind wegen Verhandlungen mit dem bigboss dort nach Tapis rouge ausgerueckt und ich bin mit!- gehoert danach ja immerhin zur campeche clinic. 15 minuten durch die slums auf einen Huegel gehen, mit den Kindern spielen, sich einmal ausserhalb der office, des compounds oder der Kllinik zu bewegen! Es war super! Nur mit einem walkietackie bewaffnet, fuer den Notwfall ;-)

Wir haben dort schon einen fixfertiges Zelt stehen,bereit zum Einzug. Das ganze Projekt scheitert zur Zeit nur an der Mafia im Camp- einem schleimigen Maestro- der dort das ganze Sagen hat. Typ a la fetten Arsch, Goldketterl und schlatzigen Haendedruck ohne einem in die Augen zu schaun - ihr verstehts also warum ich  anstatt mitzuverhandeln es vorzog vor seiner Huettenbaracke mit den lausbefallenen Kindern zu spielen.

Ja und dann hab ich mit Hilfe von Katharina es sogar geschafft an einem Tag fast das gesamte Inventaire unserer Pharmazie in der office zu machen um etwas Licht und viel Ordnung in das Chaos zu bringen. Katharina ist meine neue oesterreichische Verstaerkung hier!- eine total liebe Hebamme aus Wien, mit der ich seit 3 Tagen auch ein Zimmer teile-  ich bin aufgerueckt vom EG in den 3ten Stock mit einem super Appartment samt 2 Balkonen- und dass nicht einmal wehgen meiner kleinen Mitbewohnerin die ich in meinem alten Zimmer seit einer Woche hatte, einer kleinen suessen Maus, deren einziges Verbrechen es war meine Schocki zu essen -was zwar hart aber doch verkraftbar war -Solange sie nicht unter mein Moskitonetz auf die Matratze gekrochen kommt, bemwerkt hab ichs jedenfalls nicht;

So long, das war genug fuer einen Ostersonntag! Wuensch Euch allen Frohe Ostern! Danke fuer die vielen lieben mails! Ich freu mich immer total von Euch zu hoeren!!!!!

 

Dickstes Busserl nach Haus!

Kizzi

4 Kommentare 4.4.10 22:53, kommentieren

seul a campeche.....oder...... wie man supervisor wird

Salut!

Wir haben Samstag Abend, die erste richtige Woche ist vorbei und das Chaos wird naechste Woche zunehmen; dann bin ich naemlich allein fuer die mobile clinic verantwortlich weil sarah, die schwester mit der ich bisher zusammengearbeitet hab abreist; und wenn ich ihr nicht jeden scheiss aus der nase zieh sagt mir sie nicht unbedingt so alles was ich zu wissen hab wie die dinge laufen; das heisst ich werd nachste woche auf lauter sachen draufkommen von denen ich keinen plan hab und irgendwie kann mir keiner in diesem spanischen haufen so richtig sagen wies weiter geht; auf jeden fall brauch ich einen donkey der mit mir hinfaehrt, weil ichs allein ja nicht darf; ausserdem belibt so tolle arbeit uebrig wie das das inventaire der pharmazie fuer die clinic zu machen und  medikamente und verbandmaterial fuers naechste monat zu bestellen; seit heute haben wir einen dritte national doctor und meine aufgabe is ab jetzt supervision und managen ....keine consultationen mehr.......aber einmal scvhaun wenn ich der boss dort bin dann mach ich einfach was ich will........

nichtsdestotrotz ist die mobile clinic super; der staff, die patients sind einfach super und es ist total schoen mit ihnen zu arbeiten; heute hatten wir eine kleine abschiedsparty fuer sarah und rene, die psychologin und so eine stimmung bringen wir aus europa einfach nicht zusammen; da wird gerappt und gesungen und musik und reggaed gemacht und getanzt; genial! wenn ich einmal mehr zeit hab stell ich ein video ins net; danke uebrigens fuer eure compisorgen aber wei ihr sehts es geht auch so und viell kann ich mir ja hier od in der domrep einen besorgen;

das mit dem goof tut mir total leid; ich denk viel an Euch und obwohl wir hier eine wirklich nette und lustige runde sind fehlts Ihr mir sehr! Also ich gib das grosse Take Care zurueck!  Auf mich muss i nit so viel aufpassen weil das macht msf schon; die drehen zur zei

t ein bisserl durch und werden etwas paranoid. wir duerfen nit auf den strassen herumgehen und haben auch sonst sehr strikte securityrules- fuer jeden ernstfall-briefings nicht nur fuer earthquake sondern auch fuer kidnapping, gunshots usw- ich spar euch die details, es faengt an zu nerven... ;-)

Ich fang an unseren log zu bearbeiten ein campusboard zu besorgen, weil mit dem joggen schauts zur zeit ja nit so toll aus und helga, wenn schon nit fuern naechsten winter kann ich mich dann wenigstens fuers klettern fit halten ;-)

Bussi an Euch alle, Soni uebertreibs nit mit dem Aussaen, ich werd aber meine augen offen halten fuer ein paar Prachtstuecke fuern Garten;

 

Jetzt werd ich die fridge aufsuchen pour chercher una bierra!!!!!- saturdaynight!

Salut!Prost! Kizzi

6 Kommentare 28.3.10 01:38, kommentieren

Carrefour feuille Mobile clinic ...oder

das Vorruecken ins field......oder: wie man schwimmen lernt wenn einem nichts anderes uebrigbleibt..... Hallo, Salut, Hola, Hi, usw.... alle miteinander! Es tut gut von Euch zu hoeren! Und obwohls morgen erst eine Woche ist, (und nachdem sich ein Tag schon wie eine Woche angefuehlt hat) kommts mir jetzt schon vor wie ein Monat. Nach zwei Tagen Eingewoehnung im Krankenhaus bin ich jetzt in der mobile clinic gelandet, was soviel heisst , wie 2 expats- eine Kizzi und eine spanische Schwester die nur franzoesisch spricht und ein nationales Staff von 2 Aerzten, Pflegern, Tuersteher,, Psycholgen, ab und zu einer Hebamme, die alle nur franzoesisch und kreolisch sprechen und, um nicht zu vergessen- ein Translator fuer mich, der vom Kreolischen ins Franzoesische uebersetzt...- was weiters so viel heisst wie die Kizzi MUSS franzoesisch sprechen. Am Ende vom Tag brummt mir der Schaedel und ich krieg ueberhaupt kein Wort mehr raus , aber irgendwie krieg ich die Anamnesen hin und pipi heisst auch auf kreolisch pipi und Stuhl toilet, also das is ja sogar leichter als franzoesisch... Unsre mobile clinic ist eigentlich eine fixe clinic im camp von campeche, eher in der gegens der alleraermsten, die umgebung hauptsaechlich aus plastkplanen und einfachen huetten bestehend. Die KLINIK ein Zelt, mit Vorhaengen unterteilt in 3 "Raeume" (ca 3qm DM) fuer die Aerzte, einen fuer die Hebamme (mittlerweile endlich Doppelvorhang damit man nicht durchsieht) und einen Verbands-und Naehraum, bestehend aus einer Pritsche , einem Stuhl und 2 Ziegelsteinen auf den die Patienten ihren Fuss legen, wenn sie am Plastiksessel sitzen fuer die Verbandswechsel und ja auch fuer die Wundversorgung;das heisst wenn ich naeh, knie ich am Boden und zur sterilen Abdeckung hab ich 2 Tupfer. Heute hat mich die schwester ganz gross angeschaut weil ich ein Lidocain zur LA wollte und nachdem sie dann einen mann mit ca 25 Naehten im Gesicht genaeht haben, hab ich den schaedellatz von einem 8jaehrigen auch ohne LA gemacht und der hat nicht einmal geblaerrt, geschweige den sich gewehrt. Incredible. Ausserdem gibts noch eine Pharmazie- eine Huette- wo die Patienten ihre Tabltten abholen koennen. Der Warteraum besteht aus Holzbaenken ausserhalb vom Zelt; unser Psy-team hat auch eine Band auf die Beine gestellt,die im Wartezimmer Reggae-aehnliche Musik spielt. Die Texte handeln davon wie die Fliegen die Bakterien von der scheisse uebertragen und warum man deshalb die latrinen benutzen soll. Icch hock dann in meinem "untersuchungszimmer", probier eine anmnese auf kreolisch und franzoesisch rauszukriegen und hoer vor lauter reggea die Herztoene nicht. Nicht schlecht, oder? Die Latrine in unserer clinis wollte ich uebrigens einmal benutzen und habs mir dann doch den restlichen tag verkniffen.seither trink mein tagespensum an wasser doch lieber am abend. der staff ist total super und lieb. Die Menschen sind hier ueberhaupt sehr freundlich, offen und lustig. In ihrem ganzen Elend verlieren sie nicht ihren Stolz. Soviel zur Arbeit direkt im Field. Conny, das waer auch genau Deine Ambulanzarbeit ;-) Viel zu sehen,nur hier hab ich leider nit wirklich wen denn ich staendig fragen kann. also tu ich hgalt und hoff dabei nicht allzuviel anzurichten.......so lernt man auch schwimmen...... Naechste Woche reist meine Schwester ab und keine ahnung was dann aus mir in der clinic wird weil wir aus Sicherheitsgruenden zur zeit ja nicht alleine im fielld sein duerfen....... Sabine,ja theoretisch hab ich skyp, untherotisch war ich so gscheit einen uralten laptop mitzunehmen, der kein wireless hat und obwohl wir hier in unserem prison wl haben muss ich jetzt trotzdem staendig von den anderen schorren, was die sache etwas laestig macht...also kauf dir ruhig einen neuen, es is die sache doch wert. Soni, hoffe dem Knut gehts schon wieder besser, gute,gute Besserung! Bisous, bisous, bisous und a bientot! Kizzi

2 Kommentare 25.3.10 03:43, kommentieren

Bicentennaire

Mein Alltag in den ersten 3 Tagen ;-)  :

also (spanisch)zwischen 1/27 u 3/4 7 gehts los - mit lautem Gehupe und trara bis endlich jeder in seinem jeep sitzt

und bis alle namen per funk an die zentrale weiteregeben wurden; die letzten 2 tage hab ich im bicentenairehospital gearbeitet, ab morgen bin ich in der mobile clinic ( ja richi, ich bin obermega flexibel), aber so kann ich wenigstens viel erzaehlen un d viel sehen und bin dann auch noch mehr ander basis.......da wo was los is......

bis wir in b angelangt sind hats ca immer eine stunde gedauert, das heisst wir mussten auch ca um 4.00 das kh verlassen um rechtzeitig um 5 im compound zurueck zu sein.gearbeitet wird mo-sa, sonntag ist frei und alle 6 wochen ca hat man ein verlaengertes we; das krankenhaus besteht aus 3 zelten zu je ca 14 betten - maennner, kinder und praeoperative, einem salle de femmes, der in einem gebaude untergebracht ist, genauso wie die pharmazie, der op, die gebaer und die office; und dann gibts natuerlich den emergency room in unserem er-schwerpunkt -kh, bestehend aus einem ca. 10qm grossen mit wellblechdach bedeckten und 4 pritschen ausgestattetem stueck irgendwas, -die prioritaet gerade das zu verbessern;

an krankheiten gibts alles was man sich vorstellen kann- von asthma, zucker, blutdruck ,zu typhus,diarrhoe, malnutrition, verbrennungen, bis hin zu stroke(natuerlich wissen wir nicht obs eine blutung war od ein insult)- um die ganzen brueche,infizierten wunden und gunshots nicht zu vergessen; wir haben kein xray, kein sono, kein ctg, kein labor; die blutproben (hauptsaechl. zur bg-bestimm) werden in ein labor geschickt in ein and msf-kh, genauso wie die pat (eine halbe stunde ein weg) wenn wir ein roentgen brauchen; zur ueberwachung gibts ein pulsoxy und eine schester die alle paar min vitalparameter ueberprueft........

heute is dimanche- which means frei! da wir uns ja nicht frei bewegen duerfen gabs grossen ausflug in irgendein nobelhotel mit swimmingpool, wo auch alle moegl. anderen msf expats hingekommen sind; da schwimmt man dann im pool, hat blick ueber die ganze stadt und kommt sich sehr pervers vor dabei; sehr irreal, nicht als ob da unter einem das mega disaster liegt; aber das sind ansdcheinend auch die coping-strategien von unseren fieldcos, um unseren stress abzubauen; insgesamt sind wir von der spanischen section ca. 49, aber das aendert sich fast jeden tag; alle sections zusammen sinds ca 350!!!

alors,schau ma mal was die naechste woche bringt, bis bald,

bussl kizzi

3 Kommentare 22.3.10 03:33, kommentieren

ach ja, den zucker koennen wir  zeit nur mittels ketonkoerper im harn feststellen weilwir keine sticks mehr fuer dass bl,utzuckermessgeraet haben, fuer den bauchdrurchschuss haben die chirurgen erst warten muessen bis die instrumente sterilisiert sind.....

das compound bsteht aus zwei hauesern mit lauter appartements inder mitte ein uneingelaaseener swimmingpool, aber weil wir so viele sind sind manche zimmer doppelt belegt bzw. die livingrooms. mein zimmer besteh aus einem mit vorhanf abgetrennten stueck livingroom mit matratze am boden und moskitonetz drueber. aber es is gemuetlich, in der nacht trommelt der regen und ueberall sind schoene blumen, in der office haent der mangobaum auf die terrasse und gestern hat mir dann noch irgendein local erzaehlt dass die hurrican season schlimm wird wenn die mangobaueme virle blueten haben so wie heuer, aber so genau weiss er das auch nnicht...viva la vida.........morgen gibts die erst partie

jetzt sitzen gard alle draussen, trinken bier und hoeren manu chaou, die meisten leut sind ziemlich nett, alle namen hab ich mir noch lang nicht gemerkt... mir kommts vor als waer ich schom 4 wochen da  dabei wars erst mein erster tag,

schickts mir ktaft, das werd ich brauchen......

a bientot, dickste bussis aus einer anderen welt

kizzi

5 Kommentare 20.3.10 03:28, kommentieren