Letztes Feedback

Meta





 

Über

Kizzi going Haiti

Alter: 36
 


Werbung




Blog

nightguard...und.....nimma lang!!!

BONJOA! Diesmal live aus B100. Es is 6 in der Früh nach einer night-guard-nacht in Bicentenaire; Zur Qualitätsoptimierung u motivierung vom staff dürfen jetzt auch wir nightguards mache.Juchu.Gottseidank wars für mich das einzige und letzte Mal; und der staff is eher irritiert als motiviert wenn wir die halbe nacht herumsteigen, damit beschäftigt die wärter und schwestern aufzuwecken, inkl. jener auf der kinderintensiv,- diese besonders; aber zum schluss haben sie dann wenigstens kapiert dass ich keine lust hab die polizei zu spielen und sie waren froh dass noch jemand da war zum helfen; Thierry- unser admin aus rep. zentralafrika kam zum handkuss mit mir die nacht zu machen - weils dann allein doch zu gefählich is???? - obwohl wir ja von allen gangs beschützt werden, weil wir sie ja zusammenflicken, nachdem sie sich gegenseitig abgeknallt haben und weils nicht die gegend der kidnappings is - wer kidnappt schon in enem slum? wenigstens haben wir alle über die nacht gebracht, eine 3jährige mit Magenblutung (und wir haben kein omeprazol-od ähnl. i.v.; ich hab alle augen 10 mal zugedrückt und die eltern sind es um mitternacht einkaufen gegangen, in irgendeine pharmazie, die haben hier immer offen und das is normal stregnstens verboten, aber mir is lieber ich gib ein nicht-msf-medik und das baby verblutet mir nit), den septischen frühchen, den akuten bäuchen; daneben die ganz normalen fälle- von der inkarzerierten hernie, dem stromunfall einer 8jährigen, babys mit materno-fet infektionen, pneumonien, malnutrition; normaler typhus, normale appendizitis, normale hypertensive krisen, normale gastroenteritiden,normale allergische reaktionen, normale ca 500kilo-frau mit zucker von 350, die ihren eigenen ventilator mitgebracht hat samt mann der ihr fussmassage gab(!?!! - da kann man was lernen); dann 3 inkomplette abort, inkl. einem der eine blutstrasse durchs halbe krankenhaus gezogen hat und der nicht aufgehört hat zu bluten und den keine andere struktur mit besseren möglichkeiten aufgenommen hat, 100e schnittverletzungen, eine blutüberströmte frau der irgendein arschloch eine bierflasche übers gesicht gezogen hat, usw; am nachmittag hatten wir 2 schussverletzungen- 2 cousins: nr 1: glatter kopfdurchschuss, er hat noch gelebt; nr.2_ clavicula re rein scapula li raus:Hämatothorax re, pneumothorax links und die scheisse daran, dass die kugel irgendwie auch die ws gestreift hat, weil plegisch geworden inkl. aufsteigender sensibilitätsstörung bis unter die mamille; der ganz normale wahnsinn...... das krankenhaus hier muss man sich so vorstellen: es is immer mind doppelt belegt; einmal weil wir chron. zu wenig Betten haben; dann weil jeder Patient einen guard-malade hat - Angehörige , die mit den Patienten im Krankenhaus sind, sie waschen, die kloschüssel ausleeren und sie füttern; was soviel heisst dass auf der pädiatrie die Mütter mit den Babys im Bett schlafen; auf der Chirurg./interne schlafen die guardmalades am Boden neben den Betten, manchmal auch darunter; was wiederum soviel heisst dass man in dr Nacht aufpassen muss, nicht auf einen dieser Körper zu steigen wenn man zu einem Patienten will; wenigstens is die ganze Nacht Licht in allen Zimmern; das stört hier niemanden und die Schwestern haben meine komische Frage nicht wirklich verstanden, ob hier in der Nacht niemals das Licht ausgeschalten wird; die menschen hier können in jeder Position und jeder Tages-und Nachtzeit schlafen, ich glaub sie sind einfach ständig chronisch übermüdet; manchmal kommen Menschen von der Strasse ins hopital und schlafen sich auf den Bänken der Triage aus<,Sie fühlen sich hier sicher ; wir müssen sie dann aufwecken und rausbitten...........was für eine welt...... Jetzt sitz ich mit Thierry bei chemiejoghurt, chemiekeks und morgenröte und lausche dem erwachenden morgenverkehr der hauptstrasse wir haben die nacht überstanden ;-) inkl. 2 stunden schlaf auf feldbetten mit improvisiert aufgehängtem moskitonetz und bewaffnet mit taschenlampen und dem heissgeliebten nightguardtelefon; warten auf die anderen, aufs heimfahren und schlafen gehen; der endspurt hat begonnen, jetzt is es nimma lang:-) ich schreib meine rapport de fin de mission und meine übergabeberichte; Ich weiss, ich werd heulen wenn ich von hier abschied nehmen werd; ich werd alles vermissen,- meine mobile clinic und sogar B100 samt seinem täglichen chaos und kampf; aber es is zeit zu gehen und ich FREU MICH SCHON SO!!!!!!! Dix, dix Bussi und BIS BALD :-))))))) Kizzi

5 Kommentare 25.8.10 21:59, kommentieren

quiet tens but alles gut

Salut!

Samstagnachmittags-siesta am Balkon. Von hier aus kann ich das Meer sehen und PaP downtown, ein camp am Hügel gegenüber, Kinder die spielen und Drachen steigen lassen, Ziegen ,Schweine und Kühe die sich von den Müllbergen ernähren, die Bananenstauden des Nachbarn.......

Mir gehts gut. Das r+r-we war super. 4 tage nur schlafen, schlafen, schlafen, am Strand liegen und sich im warmen karibikmeer aalen, viel viel quatschen mit den 4 anderen, die mit mir waren und am Abend bei colarhum in die Sterne schaun oder den heftigen gewittern lauschen. Etwas energie auftanken, wenn schon volltanken nicht möglich ist; aber immerhin hab ich genug power gekriegt für die letzte woche die quiet heavy war;

In B100 und in der mobile clinic war sauviel zu tun und zu arbeiten Zurück im compound hatten wir jeden Abend dann noch meetings und besprechungen. Politikmässig gehts hier zur Zeit heiss her.Im Herbst sind Wahlen und diese Woche wurden die Kandidaten festgelegt, was hier soviel heisst wie: Streiks, Demos, sitins und märsche, Strassenblockaden, brennende Autoreifen und auch mehr oder weniger große Ausschreitungen; das hat all unsere mouvements etwas verkompliziert; zusätzlich hat dann unser zweiter gen-expat-doctor mit meningitisverdacht evakuiert werden müssen.Es geht ihm schon wieder besser, aber natürlich fehlt wieder einemal ein Expatarzt und es wird dauern bis ein replacement da is. Alls wär das nit genug is genau diese woche eine große internat msf-evaluierung dahergekommen, die alle sections mitihren projekts in haiti besucht und evaluiert.Das is ein großes Ding in msf und bedeutet viel für die zukunft und den verlauf der projekte.hat mehr die coordination gestresst als mich,aber weniger Arbeit hats auch nit bedeutet.

Soweit so gut zu den news aus dem field.Sonst das Übliche.

Schick Euch a dix fettes Busserl

à bientôt

Kizzi

1 Kommentar 7.8.10 21:55, kommentieren

der ganz normale Wahnsinn...

BONSWA de AYITI!

Es wird leichter das Leben hier, auch wenn in B100 noch immer der tägliche Wahnsinn herrscht, aber irgendwann is Wahnsinn Alltag, auch wenn ich immer noch fast keine Zeit für die mobile clinic find  und auch wenn ich wieder einmal Phasen von absultem Destroyed-sein hatte. Aber ein We kann Wunder vollbringen u in einer Woche gibts wieder R+R- wenigstens einmal 4 Tage gar nix tun....

Securitymäßig hatten wir gestern große Sitzung.                               Das Ergebnis: die Ausgangssperre wurde auf 1/2 7 verlängert, was glückicherweise ;-)  auch  so viel bedeutet wie: wir dürfen noch länger in B100 sein, noch länger arbeiten, noch länger die schlechte staubige Luft einatmen samt dem ganzen Rauch der von den in Flammen stehenden  Müllbergen rund um uns kommt:                                 -Müllentsorgung hier= wenn müllberg groß anzünden> Müllberg wird klein=Platz für mehr Müll>Müllberg groß= wieder anzünden; oder auch: Schweine und Ziegen werden noch fetter, sie leben vom und am Müll = ich ess kein Fleisch mehr hier.     

 Naja, offiziell heißts die Abfahrtszeiten aus dem hospital werden flexibler, bin einmal auf die Umsetzung gespannt.                                     Außerdem werden auch die movements lockerer, wird dürfen in kleineren Gruppen auch unter der Woche einmal wohin,WOW!!! mag für euch wirklich arg klingen, aber hier bedeutets soviel;  also vielleicht geht mein Leben jetzt wirklich wenigstens ein bisschen der Freiheit entgegen...........???

Es ist SSOOO SCHÖN mit mehr expat-Ärzten zu arbeiten.Die Chirurgin is jetzt für die Chirurgen u Orthopädisten zuständig und läuft den ganzen Tag mit einer grantigen Miene herum weils einfach echt nit leicht is mit denen.Und ich kann mich einmal etwas enspannen, hab nur die Notfallambulanz und die interistischen Fälle auf Station zur Zeit und genieß das Arbeiten mit meinen Generalisten.Lang wirds eh nit sein, weil dann fährt die Chirur. schon wieder ab und i hab den Sauhaufen zrück.                                                                                     Und es is ja leider nit so das alles andere super läuft und ka Sauhaufen wär.Die Schwestern sind eine Kathastrophe.Haben keine Ahnung von ihren Patienten und jeden Tag wenn i was frag sagen sie mir: mais moi je n' etait pas la hier - was soviel heißt wie : i war gestern jo nit da, also kann is nit wissen.....OMMMMM.....manchmal würd ich bei der Visiten am Liebsten auf und absptringen, weil ich jeden Tag das Selbe frag und sag und  predige und. am nächsten Tag: wieder nix, ;               - die machen einfach keine Übergabe.Kein Mensch fühlt sich hier für die Patienten verantwortlich- wird schon irgenjemand anders das machen oder schaun oder kümmern- das Blöde daran, dass das jeder hier denkt also schert sich keiner, wenn niucht ich oder ein anderer expat zufällig was sieht;  - das Harnsackerl voll Blut weil sie in der Urethra geblockt haben, is halt so, wieso soll mas vielleicht entfernen oder jemanden sagen????? und wenn der Verband volle dreckig, weil der Orthopädist wieder einmal  keinen Verbandswechsel gemacht hat, is halt so, wieso nachfragen bzw. wieso machen wenn eh der andere Orthopädist morgen kommt. ?oder der verband volle blutig, weils raussaftelt aus der OP-Wunde, is halt so, is ja viell nit nur wieder ein Bauchdurschuss gewesen der viell nit bluten sollte nach der OP???Und wieso auch ein Röngen machen bei einer Fraktur die eh erst seit 2 tagen im Beobachtungsraum liegt um zu schaun was für Fraktur das is oder ein Röngen machen nachdem man eine Thoraxdrainage gemacht hat oder einen Fixateur extern?????.................... Bla bla bla ......         es is nit NUR so, aber oft und es sind keine schlechten Ärzte oder Schwestern( sie legen hier immerhin Venenwege und nehmen das Blut ab) aber es is ihnen einfach alles soooooo wurscht, es ois nit weil sies nit wissen, aber es is ihnen zu anstrengend , zu mühsam. Für uns is es anstrengend, nit sich daran aufzureiben und all die Energie mit Ärgern verpulffern.Auch was was man lernen muß.Also OMMMMMM.  - S'il-te plait, est-ce que tu PEUX FAIRE:::BLABLABLA   

   Es is halt auch ein anderes Leben hier.Tag fürTag.Im Jetzt. Wieso an die Zukunft denken, wenn nicht genug für die Gegenwart da ist.Oder wenn in der Zukunft vielleicht wieder ein Erdbeben kommt oder ein Hurrican, der alles zerstört,oder etwas anderes, das wieder das Zuhause nimmt, die Familie, die Freunde, das alles mitnimmt und nur Chaos zurücklässt.                                                                            Für uns is es leicht, is es anders.Wir wissen, wir gehen wieder heim, in ein paar Wochen, ein paar Monaten, in unsere mehr oder weniger heile Welt, aber immerhin.. Nein, die Menschen hier haben es nicht so leicht und das vergißt man wenn man frustiert ist vom vielen Arbeiten, ewigen Predigen und so-oft-einfach-nicht-Verstehen-können.                                                                                                    Leben und Tod sind hier einfach enger beisamen.                                Aber es ist nicht so, dass es niccht tragisch ist für die Familie wenn jemand stirbt und es ist nicht so dass die Angehörigen nicht trauern oder schluchzen oder schreiend am Boden zusammenbrechen. oder verrückt werden, so wie die Frau die unsere Sozialarbeiter in Tapis Rouge fanden, die 14 Kinder hatte und jetzt hat sie kein einziges mehr, weil alle beim Erdbeben ums Leben kamen.Wie kann man da nicht verrückt werden? Wie kann man da überhaupt noch leben? Diese Schicksale, diese persönlichen Geschichten sind einfach nur unbeschreibbar tragisch.Auch andere ssind schwer zu ver stehen.Wie unsere Tetanusfälle, Die letzt Frau die wir hatten, die starb an einer kleinen Verletzung, einem kleinem Bagatelltrauma, nur weil sie nicht geimpft war,Das neunjährige Mädchen überlebte, nachdem sie 3 Wochen in der Tetanusunit lag, qualvolle Krämpfe hatten und wir mit dem Diazepam aufpassen mussten, sie nicht in einen Atemstillstand zu katapultieren.Sie mitansehen mußte, wie neben ihr die Frau mit der gleichen Krankheit qualvoll starb..... Somit hier und jetzt ein Aufruf an alle super-alternativen-Eltern dieser Welt: Lassts Eure Kinder  IMPFEN!!!!                                                                                         Schlimm sind auch die Frühchen, die wir nicht durchbringen, weil wir einfach nicht die Mittel dazu habben und sie zu schwach sind und zu klein .                                                                                                      Aber es passieren auch schöne Dinge. Immerhin geht ein neunjähriges Tetanusmädchen wieder gesund nach Hause.Meine Meningitispatienten und fast alle Bauchdurchschüsse oder all die anderen Früchen oder Sepsisbabys die vielleicht oder sicher sonst gestorben wären. Babys kommen auf die Welt.Manchmal auch  schon vorm Kreissaal, zwischen all den Besuchern und anderen Patienten flutschts einfach raus aus einer Multiparra und fällt auf den Boden,  einfach so, die Frau steht da , grinst ein bisschen entrückt mit blutverschmierten Beinen und das Baby schreit und hat gottseidank nix Gröberes- soviel man klinisch halt feststellen kann.

So, soviel zur neuen Folge aus 'Gschichten aus B100' ;-)

Ich  werd weiter mein Yoga machen, um bei der Visite mein innerliches OMMMMMM loszulassen;  Mittlerweile sind wir schon eine ganze Gruppe hier -  MSF Yoga- für seelischen Ausgleich und körperliche Ertüchtigung ;-)  - auch mehr oder weniger der einzige 'Sport' der hier praktizierbar is.... meine Muskeln schwinden und schwinden,  aber was solls, in ein paar Wochen wird sich das  hoffentlich wieder ändern

Schick Euch ein dix fettes Busserl heim,

take care

i Kizzi

1 Kommentar 26.7.10 01:51, kommentieren

coupe du monde in haiti oder wie man in einem irrenhaus versucht zu überleben

Salut aus Ayiti!

Samstagnachmittag, der Tag an dem wir etwas früher aufhören und juchu! endlich Wochenende! Jeder verzieht sich total ko von der woche in sein Zimmer oder hockt beim coupe du monde vor der Glotze - fussball is halt international. und wenn sichs ausgeht schaut mans hier sogar in den camps in den wellblechhuetten-  da wo ein fernseher is, is das ganze dorf oder das halbe krankenhaus oder die ganze strasse - soviel menschen halt vor einem viereckigen kasterl platz haben. der rest hockt um ein radio herum.......und wer keine zeit hat der kriegt die tore auch so mit - das jubelgeschrei von der strasse und allen himmelsrichtungen. v.a. nach den spielen mit brasilien und argentinien gabs entweder partys in der ganze stadt oder eine kollektive depression...........und auch einige messerstecherein und schiesserein..

man kann sich vorstellen was hier im compound los is enn spanien spielt ;-)............

Bicentenaire ist weiterhin anstrengend.Anstrengend, mühsam, frustierend.Nicht immer aber oft. An allen Enden und Ecken is die reine Anarchie. Dafür ist jetzt wenigstens endlich der OP fertig geworden und unsere Chirurgen können wieder operieren. Als nächstes wird die Pharmacie verlagert, ein kleines Labor installiert und die Maternite verkleinert. Nächste Woche kriegen wir endlich eine neue pharmazeutin, die alte hat gekündigt und das hat das <pharmaziechaos nur noch vergrößert. Wir haben consumptions von Medikamentenmengen die niemals möglich sein können und haben schon den Verdacht dass da irgendwer einen Großhandel aufgemacht hat. Das national staff zieht es vor zu kommen und gehen wann es ihm passt und seit letzter woche verteilen wir nur noch warnings.

Einmal kommen einfach 2  Schwestern nicht zum Nachtdienst, dann zieht ein Orthopädist es vor nach einer halben stunde arbeit in der früh einfach den restlichen Tag zu verschwinden (angeblich auf der suche nach 'Material'!!!) ohne irgendwas zu sagen, dann verschwindet ein Putzmann für 2 Stunden.Die nächste Ärztin verlegt Patienetn am Sonntag einfach so ohne mich zu informieren in ein anderes KH, obwohl sie 10min vorher am Tel mit mir ausgemacht hat, dass die Pat dableibt (dazu muss man wissen, dass ich jeden Transport telefon organisieren muss und im anderen KH anrufen obs ok ist und dann die security checken und meinen fieldco anrufen obs für die Ambulanz sicher ist dorthin zu fahren - is ja nit so----) und am nächsten tag darf ich mich dann vorm chef des andern KH rechtfertigen warum ich so einen Transfer gemacht hab...AAAHHHH!! Gestern hat ein anderer Orthopädist verkündigt dass er in so einer Art und Weise nicht mehr hier arbeiten will, nur weil ich ihm gesagt hab dass er endlich den Gips für die Patientin machen soll,von dem er seit einer woche redet und jeden tag sagt dass er ihn heute macht und am nächsten tag liegt die patientin immer noch da. Und ich hab mir erlaubt um 3 am Nachmittag zu sagen- nachdem den ganzen tag wieder nix passiert ist, ich will den Gips JETZT und HEUTE!!!! Und ich hab ihm nicht zu sagen wie er seine patienten behandeln soll.hhaha. sehr witzig. ich muss supervisor sein. Ich sag euch, es is nit leicht............................... Aber es sind nit alle so, mit den meisten ärzten hab ich vie spass und es geht gut, mit manchen is es halt a bisserl schwierig.

Nachdem ich also jeden tag visite geh , jetzt mit allen aerzten und so auch draufkomm dass manche einfach nicht da sind und jeden tag ca eine dreiviertel stund e warte bis alle da sind ( hab ich viell ein autoritätsproblem?), verbring ich den restlichen tag damit über irgendwas zu dikutieren, statistiken zu machen, protokole zu schreiben und auf sachen draufzukommen die ich am liebsten gar nicht wissen möchte. - ganz abgesehen von den wirklichen problemen, von den patienten die wirklich schwer krank sind, das allein würde schon reichen und irgendwie is mir der ganze sauhaufen eine nummer zu groß .  Ich will zurück zu meiner kleinen lieben mobileclinic!

Aber gottseidank gibts Yves und gottseidank ist er wieder da! Die letzten 10 tage war er nämlich auf urlaub und das medical team dieses irrenhauses mit ca 200 angestellten bestand nur aus der nurse elisa und mir. was hiess dass ich das scheissbereitschaftshandy 24 stunden hatte und am ende der woche am liebsten beim Fenster rauswerfen wollte. Es is ein Horror zu telefonieren - bei schlechter verbindung und dann noch auf französisch. Bis ich das Problem kapiert hab.... am Anfang immer blablablabla und ich : encore une fois, je n#ais pas compris tous- und dann langsam bla...bla und dann die verbindung.knack..bla...bla..knack..knack..bla.... keine verbindung.und dann kannst herumrennen und einen ort suchen wo gerade guter kontakt ist......

Es lebe Yves und der andere doc der nächste woche kommen soll, ich bin nicht mehr allein! Daneben hab ich die mobile clinic machen können und hoff dass ich dafuer jetzt wieder mehr zeit haben werde sobald witr zu dritt sind und dann bin ich jetzt auch noch der expat-.doctor was heisst dass jeden dritten tag irgendwer in der früh oder am abend mit durchfall daherkommt oder irgendein chaffeur oder garde oder sonstwer der grad kopfweh hat oder sich geschnitten hat oder sonstwas. Is eh schön, mach ich ja gern, aber manchmal is es a bisserl viel.

Dafür is bis jetzt kein Hurricane gekommen !!!!  Solange die Fußballweltmeisterschaft is, sind auch keine demos.Was heißt ein bisschen weniger securityprobleme,  keine kidnappings, keine Ausschreitungen. Nichtsdestotrotz haben wir im Schnitt mehr als einmal pro Tag eine Stich und Schussverletzung. Letzte Nacht is der Bruder von irgendeinem sehr wichtigen gangleader in B100 notoperiert worden.Das tolle daran, dass vorher ein anderer Bauchdurschuss reanimiert worden is und beatmet  werden mußte und sie draufgekommen sind dass wir nit mehr genug O2 haben - im ganzen KH-  für die ander OP .War wieder einmal eh nur 11 in der Nacht, also die beste und unmöglichste Zeit irgendwo in PaP Sauerstoffflaschen aufzufüllen. Irgendwie is es dann aber doch gegangen. Und der Bruder lebt. Und liegt jetzt im gleichen Raum mit einem Polizisten, und die kennen sich sehr gut und beide werfen sich böse Blicke zu und können sich nicht wirklich bewegen.  ;-)nJa, das sind meine Patienetn. Wenigstens wirds hier nie fad.

Aber ich hab auch angefangen die Wochen zu zählen, bis ich endlich wieder zu Haus bin.Und die Tage bis zum nächsten Wochenende und zum nächsten RNR. Nichtsdestotrotz- es geht mir gut hier, die Gruppe ist super und lieb.Wir haben eine neue Schwester bekommen und es sollen auch noch 2-3 Ärzte mehr kommen.Einer für länger, die anderen nur kurz, aber wenigstens das. Das heißt, das Arbeiten wird leichter. Ich mag das Land und die Menschen hier und meine Patienten und den Teil vom staff mit dem man normal kommunizieren kann.

Aber im Moment und in den letzten Wochen  war es einfach zuoft zuviel , - zuviel Arbeit mit zuviel Nerven die dabei draufgehn, bei zu großer Hitze, bei zu schmutziger verdreckter Luft und zuviel Lärm. Einfach zuviel! ;-) 

Aber heute is Samstag! Juchu!!!!

Also ich schick euch einen karibischen salsa-samba-compa-samstagnachtgruß,

Dix Bussi in den Sommer zu Haus!

Take care

Kizzi

3 Kommentare 10.7.10 23:17, kommentieren

die zweite Runde........

Salut in die andere Welt!

Danke Euch allen fuer die lieben mails,sms und calls!

Was passiert an einem solchen Geburtstag? In der Frueh hab ich mit meinem mobile clinique team nach Tapis Rouge fahren duerfen- mit einem meiner campeche-chauffeure.Mitten in der Triage haben alle ploetzlich angefangen Happy Birthday zu singen, der 'Warteraum' samt ca. 60 Pat. inkludiert.......das war sicherlich eines der schoensten Geburtstagsgeschenke!Am Abend sind wir alle zusammen ausgegangen, ganz wie im normalen  ;-) Leben.....In dre Zeit dazwischen hab ich in B100 gearbeitet, bin Visite mit den acient doctors gegangen,ein Baby ist an Sepsis schon im salle d#urgence gestorben, die Statistik der Woche hat beendet werden muessen, das woechentliche medical meeting im compound,........- life how it is.....

B100: es lauft und laueft immer besser, langsam hab ich mich eingewoehnt und weiss was ich zu tun hab; mein neuer medical teamleader ist super, hat viel Erfahrung und hilft mir viel....ich glaub ich kann was lernen und das ist schoen; wir haben einige ziemlich schwierige interne Faelle, viel Meningitis, Sepsis, vorallem unter den Kindern und Babys; das ist nicht immer leicht, vorallem wenn dann manche wirklich sterben. Der OP ist zur Zeit wegen Totalumbau geschlossen und wir muessen alles chirurg. samt aller blessure par balle- das sind die Schussverletzungen- weiterverweisen; die Maternite ist ein disaster, zu klein und wir machen nicht wirklich viel, sind eigentlich nur fuer Gebaernotfaelle da, haben aber keine Gynaekologen- echt logisch; und die Hebammen muessen die normalen Geburten weiterschicken wenn sie nicht total urgent sind........deshalb wird sie wahrscheinlich (hoffentlich)) geschlossen - weil aus Platzmangel keine wirkliche richtige Gyn/Gebaer aufgemacht werden kann; Die Paediatrie ist voll mit Pat.; es gibt auch eine Tetanusunit, die im Moment aber mit Intensivkindern belegt ist; der letzte Tetanusfall letzte Woche ist schon in der gleichen Nacht verstorben als er eingeliefert worden ist; ja, der Ort ist noch immer ein grosses Chaos , aber es wird langsam, langsam besser...............

 Unser medica expatl team bestehtim Moment nur aus 3 Leuten. Yves- unser MTL aus Togo, Elisa, einer Krankenschwester aus Spanien und mir; dann kommt noch ein fieldcoo aus Spanien dazu Marcos, Jean Michel unser Admin aus Belgien unser Log Rolando aus Peru. In Campeche ist im Moment Xavier, ein span Psycholog. Das Team is wirklich geschrumpft; die spanische Paediat. hat ihre mission abbrechen muessen, weil ihr alles zuviel geworden ist,,,; ich versteh sie, auf der Ped is es wirklich nicht leicht und ich bin froh, dass sich im Moment hauptsaechlich Yves darum kuemmert; Als ich hier ankam waren im B100team allein viell 20 expats?  Wir versuchen immer mehr und mehr alles in die Haende von acients zu geben, aber im Moment is es echt viel Arbeit; die letzte Woche hab ich immer bis 9 am Abend entweder gearbeitet oder meetings gehabt, und der Tag faengt um 6.30 mit der Abfahrt aus dem Compound an......es ist anstrengend aber ok solang es im Team passt; Mit unserer medcoo hab ich noch immer Probleme, immer wieder, aber ich lass jetzt Yves kommunizieren und probier sachlich zu bleiben.....;-)

In Campeche lauefts gut.Das Team ist super und arbeitet brav und motiviert auch ohne mich.Zweimal die Woche schaff ichs im Moment fuer einige Stunden hinzufahren. Das ist immer schoen.Ich vermiss die Menschen dort......   Das Coordinationteam ist zufrieden und auch wenn niemand was sagt, ich nimms als Lob fuer die Arbeit von Katharina und mir dort.:-) Naechste Woche fangen wir an einen zweiten Tag pro Woche in Tapis Rouge zu arbeiten. Die population des camps nimmt zu, es kommen immer mehr Menschen aus camps, die von der Regierung abgerissen worden sind....was fuer eine Welt......hatten heute auch wieder ein meetind mit dem maestro dort, mittlerweile schaut er mir in die Augen und ist froh dass wir dort sind;

Im Compound is es ruhig geworden und das ist gut so.So freakig wie in den letzten 3 Monaten haett ich nicht mehr durchgehalten ;-) Wir sind jetzt eine normale mission geworden.

 Der Neuanfang hier war nicht total leicht fuer mich, ich hab Euch zuHause  vermisst und auch viele Menschen aus der alten Gruppe; ; aber es war auch ein bisschen wie Heimkommen, einer meiner Lieblingschauffeure hat mich vom Flughafen abgeholt und es war schoen jene wiederzusehen die noch da waren; Und Haiti ist schoen, PaP ist schoen - wenn es nicht in einem solchen Elend leben muesste und so viele disaster hinter sich haette;

Hurricane ist noch kein wirklicher gekommen.Wir hatten zwar auch heute wieder Alarmstufe orange, aber bis auf etwasRegen und Wind war nix.Notfallplaene sind aufgestellt und ich hoff wir werden sie nicht brauchen;

Alors,ich hoff es geht Euch allen gut!

A bientôt,

bonne nuit et bisous Kizzi

2 Kommentare 25.6.10 05:25, kommentieren

everything s changing..............

Dom Rep nach einer Woche Urlaub........

Jetzt haben sie mich dochgekoedert, oder ich sie, oder es war einfach ein es'geht'nur so'und'nicht'anders.....es war ein deal....

Letztendlich bin ich in Bicentenaire gelandet.Aus Mangel an expats, mangel an allem was Human ressource ist in dieser mission, mangel an aerztenñ, . Weil ein hospital einmal mehr priritaet hat als eine mobile clinic und ichs verstehn muss und ichs versteh.......eine neue challenge und wir sind ein neues team, yotal ausgewechselt, total neu und liebe kompetente Leute, ich glaub ich kann viel lernen,,,was aus der mobile clinic wird das we

 

tenrd ich jetzt wohl sehen wenn ich zurueckommm, irgendwie beides gleichzeitig machen.......flexibler'chaos'dauerzustand, nur bis wer kommt, bis wir wieder mehr sind'''' nur das ich das starke gefuehl hab dass keiner kommen wird, weil keiner mehr sucht jetzt wo eh ich dort bin und noch dazu ist Sommer in Europa und keiner will jetzt auf mission gehen......      Soviel zu Haiti, zu B100, zu K4Feu......

Das war der dealÑ sie wollten mich nicht auf urlaub gehen lassen, weilkein Schwein mejhr da war, aber das nit mit mir.Nicht nachdem alles ausgemacht, alles organisiert, alles geplant war und dieser Urlaub in den letzten Wochen mein Lichtblick war, meine Motivation durchzuhalten.Es ging nicht mehtr, ich konnte nicht mehr.ich war muede.Das haben sie dann kapiert, weil sonst die naechste vorzeitig wegen burnout die mission verlaesst...... Dafuer brauchen wir Dich in B100' das hab ich kapiert. Soviel zum Deal.

Soviel zu jetztÑ was sollman schreiben nach einer Woche Paradies in der DomRep____ Den Nachmittag als ich hier ankam hab ich einmal nur im Bett verbracht und realisiert, dass ich die letzten 3 Monate nicht einmal 3 Stunden mit nur nichtstun verbrachte. Am naechsten tag in der Frueh bin ich aufgewacht und hatte Traenen in den Augen. Nicht weil ich traurig war, nicht weil ich gluecklich war. Einfach nur, weil ich auf einmal dieses gigantische Ausmass von Wahnsinn in Haiti wahrnahm.Diesen Alltag, dieses Leben, das Du nicht mehr siehst, weil Du sonst untergehst , weils gar nicht anders geht, als sich an all das Leid zu gewoehnen. Es wird so normal, dass die Menschen unter Plastikplanen leben, dass sie Magenweh haben vor lauter Hunger, dass sie sich gegnseitig abknallen.Dass staendig irgendwo ein Protestmarsch gegen die regierung ist, Distributionen, Gewalt.Dann kommst Du hierher, nicht eine Stunde Flug entfernt, bist auf der gleichen Insel in einer total anderen Welt. Soviel dazu. Mehr wird mir zu persoenlich fuer diesen Blog, auch der Urlaub, das erzaehl ich dann so......

Und jetzt gehts zurueck, in ein paar Stunden.Und ich freu mich. Auch weildie Menschen in all ihrem Leid nicht aufhoern zu leben, zu lachen, Musik zu machen, zu tanzen, zu bloedeln, Drachen steigen zu lassen. Auch weil ich das Gefuehl hab ich muss noch weioter arbeiten. Auch weil ich all die Menschen vermiss, die anderen expats, die mamas die fuer uns das Essen machen und Kaffee kochen, mein Team in der mobile clinic, auch das jetzt in B100, unsere Chauffeure, Nachbarn und die Patienetn. UND ich scheiss mich an. Weils ueberhaupt nicht leicht werden wird. Weil so viele meiner engsten Freiunde jetzt weg sind.weil wir eine neue Gruppe sind.weil ich in B100 arbeiten werd, weil die Hurricane saison kommt..............

Also drueckts mir die Daumen!

Dicjkstes Bussi nach Hause!

Je vous embrasse!!!!!

No worries

Eure Kizzi

8 Kommentare 14.6.10 15:25, kommentieren

langsam muede...und trotzdem passts

Bonjour!

Danke fuer Eure vielen lieben mails!Freu mich immer so von Euch zu hoeren, biite nicht boese sein, wenn ich nicht allen gleich zurueckschreib.

Mir gehts im Grossen und Ganzen gut. 

Manchmal ist es frustrierend, zur Zeit immer mehr anstrengend, und ich merke dass ich langsam muede werde, - aber meistens ist es noch immer schoen, die Arbeit macht viel Spass.  Trotzdem hab ich jetzt die ersten Abende hinter mir, an denen ich am Liebsten ueber die Mauer springen wollte und einfach nur wegrennen. Einfach alles zusammen manchmal zuviel. Hat eh lang gedauert. Hab das eigentlich schon nach den ersten Wochen erwartet…… Umso mehr freu ich mich auf meine eine Woche Urlaub und zaehl die Tage ;-)….

Mit der Sicherheit ist es nicht besser geworden, im Gegenteil, was heisst wieder verstaerkte securityrules…….. Das macht das Leben auch nicht gerade einfacher.

Aber ich bin im field, in meiner clinic, meinem Baby und meinen Babys dort, die mir ab und zu ganz schoen viel Nerven kosten, aber im Grossen und Ganzen bin ich stolz auf mein team.. Es gibt viel zu tun, viel zu arbeiten. Katharina und ich sind die meisten Tage in Campeche und Tapis-Rouge, um 3 fahren wir dann in die office, bis ca 5 uhr, dann ist oft eine reunion- eine Besprechung, und noch eine und noch eine; daneben sollte man Berichte schreiben, Statistiken auswerten, Protokolle und guidlines verfassen, proposals schreiben,…..

 Das coordination-team hat jetzt wieder einen Anfall von alles-in –einem-Tag-aendern-und –ah-ja-da-gibt’s ja auch-noch -Campeche bekommen. Sie wollen dass die mobile clinic ganz alleine rennt , nur mit supervision von doctor aus Bicentenaire an manchen Tagen,fuer manche Stunden und das am Besten morgen.Das is auch ok, aber nicht morgen und nicht in einem Monat, auch nicht in zwei,soweit sind wir einfach noch nicht.Dinge brauchen Zeit um zu wachsen und Qualitaet zu haben. Ich glaub aber auch einer der eigentlichen Gruende liegt  darin,dass sie die expats immer mehr reduzieren wollen und  mich in den Sauhaufen von Bicentenaire stecken; Bicentenaire- das emergency-hospital- ist die Hoelle; seit ich hier bin, laufen dort constructions, man hat die Zelte abgebaut, das Gebauede gesichert und die Patienten zurueck in die Clinic verlegt; Aber es ist alles noch lang nicht fertig; der OP gehoert total neu gemacht, alles ist zu klein; Weil staendig gebaut wird und weil Bic dort ist wo es ist,mit den surroundings herum, hot-spot-gang-area, camps, verkehr,…..- ist es das reinste Chaos, -die watsans und logs, die medicals, alle verzweifeln daran; Es ist nicht nur laut, es ist dreckig und dreckig und dreckig und es stinkt,stinkt, stinkt; die Kanaele ausserhalb der clinic die ins Meer fuehren sind vollvolllvolllgestopft mit Muell, auf denen mittlerweile fettgewordene Schweine, Ziegen, Huehner herumspazieren. Es gibt tausend moskitos- natuerlich gerade die die das dengue uebertagen. Am Eingang werden mittlerweile die Besucher mit Metalldetektoren  gefilzt und im Schnitt kommt jeden Tag eine Schussverletzung rein. Ja, das ist auch Haiti. Das ist vor allem Port-au-Prince.

Aber es gibt auch Orte wie Campeche, in denen man ein bisschen Dorf-feeling hat, wo man mittlerweile alle Nachbarn kennt und alle mamas die ihre in triefendem Fett herausgebackenen Bananas und patates auf der Strasse verkaufen. Und Plaetze wie Tapis rouge wo die Menschen noch einmal viel aermer sind, viel emotionaler. Wo in einem Moment die Kinder dich umschwirren, an jeder Hand fuenf, dich umarmen, mit dir spielen, du dein cola trinkst beim `Standl`nebenan, deine Chauffeure dir einen rap vorsiegen, die Animateure ein Liebeslied und alles im Dreck, umgeben von Fliegen und ausgezehrten Hunden, aber du hast soviel Spass mit den Menschen und mit der Arbeit und du bist so gluecklich. Im naechsten Moment kann die Stimmung so schnell kippen, du spuerst etwas ist nicht in Ordnung.Die Menschen sind arm, arbeitslos, frustriert. Werden aggressiv, trinken Alkohol. Darum ist es gut, am spaeten Nachmittag nicht mehr dort zu sein, dann wenn nicht nur der Alk sondern auch die Gewalt steigt.

Manchmal kommen die Kinder und betteln dich an, es zerreisst dir das  herz wenn du die Hosen siehst die 6 Nummern zu gross sind und kein Geld fuer einen Guertel da ist. Der Kleine also entweder nackert dasteht oder mit einer Hand staendig die Hose raufhalten muss. Noch schlimmer ist es, wenn sie dich mit ihren grossen Augen anschauen und dir sagen dass sie gagnou haben- Hunger. Aber was kann man machen, ich kann nicht anfangen tausend Kindern jedes Mal Kekse zu kaufen. Dafuer ist ACF zustaendig.

Letzte Woche hab ich auf explos mitduerfen- Evaluationen in anderen camps, um herauszufinden was fuer ein Bedarf wo ist. Da geht dann ein Team los bestehend aus watsan,log, med und psy und man spricht zuerst mit dem commitee des camps und danach mit den Menschen die dort leben um zu erfahren wie viele menschen, woher, wie, wie ist die security, die gewalt, die Probleme, welche Krankheiten, welche medizinische versorgung, wo die naechtse clinic, wie weit, welche Sanitaerversorgung, wie viel, ueberhaupt Trinkwasser, ausreichend Trinkwasser, welche anderen NGOs arbeiten schon dort, welche distributions hats schon gegeben…… War total super und vielleicht werden wir noch einen Tag eine weitere mobile clinic aufmachen. So arbeiten ist wirklich ein Traum und ich werd hart kaempfen um meine clinic und sie ueberzeugen dass ich bis zum Ende meiner mission dort bleiben muss - to put things in place, damits dann ohne mich rennt ;-)

So jetzt muss ich aufhoeren, heute gehts an den Strand, das brauch ich fuer meine sante mental! :-)

Ich umarme Euch und drueck Euch, ich hoffe es geht Euch allen gut im verregneten Oesterreich, nicht traurig sein der Sommer kommt bestimmt bald!

Enjoy and Take care!!!!!!!

Eure Kizzi

 

1 Kommentar 23.5.10 15:44, kommentieren